Die Stadt Neuss hat ihre Wurzeln bereits in der Römerzeit. Ihren jetzigen Reichtum erwarb sie allerdings erst im Mittelalter zu Zeiten der historischen Hanse. Entscheidend dafür war die Belagerung durch den burgundischen Herzog Karl den Kühnen 1474-75. Für ihren Mut wurden die Neusser durch Kaiser Friedrich III. belohnt, denn er verlieh der Stadt die Rechte einer Hansestadt, das Recht mit rotem Wachs zu siegeln, Zollvergünstigungen, ein neues Wappen mit Reichsadler und Kaiserkrone sowie das Münzrecht. Das und die Lage an den Flüssen Erft und Rhein begünstigten das Aufleben des Handels in der Stadt Neuss. Wein, Gewürze und Brauereiprodukte waren und sind heute noch hier gehandelte Produkte.


Der hanseatische Gedanke wurde im Jahr 1980 in der niederländischen Stadt Zwolle zu neuem Leben erweckt. Die Stadt Neuss ist Gründungsmitglied des Hansebundes der Neuzeit und heute eine von 190 Mitgliedstädten aus 16 europäischen Ländern. Seit Neugründung findet in jedem Jahr ein Internationaler Hansetag statt. Im Jahr 2022 wird die Stadt Neuss den 42. Internationalen Hansetag ausrichten.


Ein historischer Rundgang durch den Stadtkern von Neuss verbindet alte hanseatische Aktivitäten mit Aufgaben und Zielen der neuzeitlichen Hanse.