Das Quirinus Münster, erbaut von 1209 bis 1230, ist imposantes Wahrzeichen der Stadt Neuss und eine der bedeutendsten spätromanischen Kirchen am Niederrhein.

Der Wolbero-Bau erfuhr im Laufe der Zeit wesentliche Veränderungen, die größte durch einen Brand im Jahr 1741. Die barocke Kuppel ist mit dem Standbild des Heiligen Quirinus versehen. Im Inneren befindet sich der 1900 gefertigte, aus Spenden finanzierte Quirinusschrein. 2009 wurde die Kirche von Papst Benedikt XVI. in den Stand einer "basilica minor" erhoben.

Nicht nur zum Quirinus Münster kommen Menschen von nah und fern. Eine Vielzahl anderer Neusser Kirchen präsentiert sich ebenfalls in einzigartiger künstlerischer Gestaltung.

Die Dreikönigenkirche, Namensgeberin des gleichnamigen Wohnviertels, erhielt ihre farbenprächtigen Glasfenster vom Künstler Thorn Prikker (1919). St. Stephanus hat Fenster von Eduard Steinle (1864), St. Konrad Glaswände von Gottfried Böhm (1955), St. Marien 21 Fenster von Emil Wachter (1985-1990) und Hl. Geist von Georg Ettl (1999). Die Marienkapelle Collegium Marianum ist von Heinz Mack als Gesamtkunstwerk gestaltet (1984).

Die Christuskirche wurde vom Architekten Moritz Korn in der Formensprache des Historismus geschaffen und wird durch eine asymmetrische Zweiturmfassade bestimmt. Der romanisch gestaltete Hauptturm ist mit 61 m der höchste Kirchturm in Neuss. Beeindruckend ist die Christusfigur - eine Nachbildung der Thorvaldsen-Figur der Kopenhagener Frauenkirche - über dem Hauptportal. Die Christuskirche wurde am 26. September 1906 eingeweiht und prägt seitdem ein ganzes Stadtviertel.