Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren wird in der alten Frachthalle am ehemaligen Containerbahnhof gewerkelt und gebaut. Bis zu zwölf Wochen vor Schützenfest beginnen die Schützen zu Planen, Schweißen, Schneiden, Drahten, Hämmern, Lackieren und Sprayen. Rund 40 fahrbare Großfackeln mit einem Gewicht bis zu 50kg bauen Korps der Schützenlust, Gilde und Hubertus-Schützen jedes Jahr in der Halle. Am letzten Samstag im August präsentieren sie dann stolz ihre Kunstwerke beim abendlichen Fackelumzug in der Neusser Innenstadt. Danach ist bald die Zeit gekommen, die Großfackeln abzuwracken und im Müll zu entsorgen. Manches findet seinen Weg in die Asservatenkammer, für einen erneuten Einsatz in späteren Jahren.

Auf seiner Führung durch die Halle ging Tourenleiter Ritters darauf ein, wie die Schützen Themen für die Großfackeln finden, welche Materialien und Gegenstände sie nutzen bzw. welche nicht und welchen Einfluss die Weiterentwicklung der Elektrik auf den Großfackelbau über die Jahrzehnte genommen hat.