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Gourmets genießen ganz gemütlich

01.08.2011

Die zweiten „Nüsser Genüsse" boten auf dem Freithof kulinarisch Ausgefallenes in entspannter Atmosphäre.
Klein, aber fein. So präsentierte sich am Wochenende der kulinarische Reiseführer „Nüsser Genüsse" auf dem Freithof. Im Gegensatz zum Genießertreff in der Stadthalle, bei dem sich der hungrige Gourmet in lästigen Schlangen stehend oft genug in Geduld üben muss, geht es bei der von Stadt und Neuss Marketing organisierten Veranstaltung alles etwas übersichtlicher und dementsprechend gemütlicher zu.
15 Teilnehmer versuchten mit größtenteils eigenen Kreationen die Gunst der Besucher zu gewinnen. Die Mitglieder des Kochclubs Gaumenschmeichler zum Beispiel versuchten, mit Glühlachs zu punkten. „Der Lachs wird auf ein Brett genagelt und muss dann ungefähr 45 Minuten über dem offenen Feuer garen, bis er durch ist. Der Fisch hat dann einen unvergleichlich rauchigen Geschmack", erklärt Achim Thurow.
Safran-Poulardenbrust und Möhrengemüse mit Frikadelle
Die längste Menükarte hatte das Restaurant Solevino. Schon beim Durchlesen lief dem geneigten Freund gehobener Küche das Wasser im Mund zusammen: Kalt marinierte Spieße von eingelegter Safran-Poulardenbrust, mediterranem Ratatouille-Sommergemüse an Pfefferminz-Couscous mit Limonenjoghurt - um nur das Hauptgericht zu nennen. Wer es bürgerlicher mochte, war am Stand der Gaststätte Rheingold richtig: Flönz am Stück oder Möhrengemüse mit Frikadelle können ebenso munden wie kompliziert zuzubereitende Sterne-Genüsse.
Keineswegs nur Süßes präsentierte die Konditorei Wegel. Der Neusser Sauerkrautstrudel ist eine besondere Spezialität des Hauses, „die wahrscheinlich so nicht viele auf der Welt können", spekuliert Chef Michael Wegel lächelnd und erklärt - natürlich ohne allzu sehr ins Detail zu gehen - die Zubereitung: „Das Sauerkraut wird mit Schalotten angeschwitzt, bevor es im Strudelteig in den Backofen kommt. für die Soße nimmt man Crème Fraîche, Eier zum Binden und Dijon-Senf."
Wer derart gesättigt etwas für nach dem Essen suchte, wurde ebenfalls fündig. Kaffeespezialitäten gab es bei „Koffi" und kubanische Zigarren an der Rauchbar.
Eine besondere Neusser Spezialität kredenzten Nora Wisbert und Anna Mehdron vom Neusser Börsencafé, die seit einem Jahr mit zunehmendem Erfolg die Schnaps-Kreation Kawoli, ein Karamell-Wodka-Likör, bei Festen anbieten. „Wir lassen den Schnaps im Ruhrgebiet brennen, vertreiben ihn bisher aber nur in Neuss. Es läuft ganz gut, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass das Getränk hier bei den Schützen gut ankommt", erklärt Nora Wisbert, die darüber nachdenkt, den Kawoli bald auch überregional anzubieten.

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