Der Blutturm, ein Halbrundturm, ist besonders charakteristisch für die Verteidigungstürme der mittelalterlichen Stadtmauer. Im Untergeschoß sind starke eiserne Ringe in die Wand eingelassen. Sie geben einen Hinweis auf den überlieferten Namen 'Blutturm', denn er diente vermutlich als Gefängnisturm, in dem Gefangene verhört und gefoltert wurden.

Das Hamtor diente lediglich dem Nahverkehr nach Büttgen und den Bauern, die die Felder und Gärten innerhalb des Neusser Burgbannes bewirtschafteten. Deshalb war es nur während der Erntezeit durchgehend geöffnet. Benannt ist es nach dem Gelände außerhalb der Stadtmauern, das 'Ham' genannt wurde.