Zunächst gibt es einigs Wissenswertes zur Geschichte der innerstädtischen Grünanlagen. Dazu zählen die Promenade, der Rosengarten und der Stadtgarten. Als im 19. Jahrhundert die Promenade auf dem Terrain der niedergelegten Stadtmauern gestaltet wurde, sollte sie nicht nur der Verschönerung des Stadtbildes, sondern auch der Erholung der Menschen dienen. Die Natur wurde somit gleichsam in die Stadt zurückgeholt.

Auch mit der Anlage des Stadtgartens sollte den Stadtbewohnern ein leicht erreichbares Erholungsgebiet geboten werden. Dabei wurden vor allem die bereits vorhandenen natürlichen Wasserläufe in die künstlich angelegten Anlagen integriert, um ein lebendiges Landschaftsbild zu schaffen.

Bei der Gestaltung von Parkanlagen, das heißt einer „künstlichen Natur", ist es seit Jahrhunderten üblich, diese auch mit Kunstwerken zu versehen. So auch in Neuss. Am Eingang zur Promenade am Obertor sticht der Stahlwürfel des Neusser Künstlers Josef Neuhaus ins Auge. Im Rosen- und im Stadtgarten finden sich Kunstwerke, die speziell für diese Anlagen entworfen worden sind. Bei genauerer Betrachtung widerlegen sie den vermeintlichen Widerspruch zwischen Kunst und Natur.