Gegen Mittag starteten die Fahrer am Burgplatz in Düsseldorf in die zweite Etappe, begleitet vom Jubel vieler Zuschauer, die überall  entlang der Strecke auf die Fahrer warteten.

Kurz vor 14 Uhr erreichten die Fahrer Neuss. Zunächste eine vierköpfige Ausreißer-Gruppe und ca. 3 Minuten später das Hauptfeld - zusammen 197 Fahrer. Viele tausend Menschen kamen an die Straßenränder,  ließen sich zunächst von der schrillen  - und schnellen - Werbekarawane beschallen und mit Geschenken bewerfen. Dann wurde es immer stiller an der Strecke. Die Spannung stieg, bis eine Welle aus Beifall und Jubel die Führenden ankündigte. Nach weiteren dreieinhalb Minuten stürmte das Hauptfeld heran, um genau so schnell vorbei zu fliegen.

In Neuss kam der Regen exakt in der Minute, in der die Tour de France Neuss wieder verließ. Das war aus Neusser Sicht das Tüpfelchen auf einem "I", das so groß gemacht werden muss wie ein Ausrufezeichen. Bürgermeister Reiner Breuer gehörte zu denen, die sich direkt nach der Durchfahrt begeistert äußerten. Die Tour mobilisierte mehr Menschen, so schätzte der erste Bürger der Stadt, als der Kappessonntagszug im Karneval und der zieht immer rund 100.000 Schaulustige auf die Straße.

Polizei und Rettungsdienste meldeten keine besonderen Vorkommnisse. "Die Tour hatte überhaupt keine Auswirkungen auf das Einsatzgeschehen", berichtet Elmar Eppels vom Leitungsdienst der Leitstelle. 

Im Anschluss an die Durchfahrt verteilte sich das Treiben auf den Französischen Markt auf dem Freithof, in die Lokale und Geschäfte der Innenstadt, die an diesem Sonntag geöffnet waren.