Die Ausstellung präsentiert eine große Auswahl an Andenken und legt den Schwerpunkt dabei auf gedruckte und mit Bildern geschmückte Objekte. Dazu zählen seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem Postkarten. Ansichtskarten mit Motiven des eigenen Urlaubsziels wurden Freunden und Verwandten geschickt und sollten den Absender nicht nur in Erinnerung bringen, sondern waren immer auch ein Stück Selbstdarstellung. Aber auch auf dreidimensionalen Objekten wie Porzellantellern und -tassen fanden sich schon früh Bilder von Urlaubs- und Ausflugsorten. Diese Mitbringsel - meist nur zum Ansehen, nicht zum Benutzen gedacht - wurden verschenkt oder schmückten die eigene Wohnung.

Kuratorin Romina Pieper widmete sich einem weiteren Schwerpunkt der Ausstellung: den Andenken, die katholische Familien bei Wall- oder Pilgerfahrten gekauft hatten. Kerzen, Gnadenbilder oder Anhänger ermöglichten nach der Heimkehr die private Andacht. Ebenso konnte man auf diese Weise die Daheimgebliebenen am Segen der „heiligen Orte" teilhaben lassen. Ein weiterer Bereich der Ausstellung widmet sich den Künstlerreisen: Die unternommenen, oft Jahre dauernden Fahrten waren häufig Teil der Ausbildung eines Künstlers. In der Sammlung des Feld-Hauses befinden sich etliche Skizzenbücher. Künstler legten diese Bände unter anderem deshalb an, um später die auf einer Reise gesammelten Motive für komplexe Bildkompositionen oder große Gemälde zu nutzen.

Die Ausstellung kann bis Sonntag, 21. Januar 2018, samstags und sonntags, 11 bis 17 Uhr, im Feld-Haus – Museum für Populäre Druckgrafik, Berger Weg 5 (auf dem Kirkeby-Feld zwischen Museum Insel Hombroich und Raketenstation) besucht werden. Der Eintritt kostet zwei Euro für Erwachsene, ermäßigt einen Euro. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft für 3,50 Euro.

„Souvenirs, Souvenirs!“ wird vom niederrheinischen Museumsnetzwerk mit dem Themenjahr „Unterwegs“ und von Neuss Marketing gefördert. So gibt es zur Ausstellung auch einen Museumshop mit Souvenirs aus Neuss. Weitere Informationen sind online unter www.clemens-sels-museum-neuss.de und telefonisch unter 02131/904141 erhältlich.